Historische Dokumentation

Paul RitterPaul Ritter

Schweizer Diplomat im Japan der Meiji-Zeit

Paul Ritter (1865–1921) war ein Schweizer Diplomat im Japan der Meiji-Zeit. Seine erhaltenen Familienbriefe bieten einen seltenen persönlichen Einblick in die Diplomatie und das tägliche Leben in Yokohama, Tokio und Washington D.C.

Diese Website basiert auf über 250 originalen Familienbriefen, Fotografien und Dokumenten aus dem Familienarchiv Ritter und wird von der Familie in Würdigung seines Lebenswerks gepflegt.

Historical Documentation

Paul RitterPaul Ritter

Swiss Diplomat in Meiji Japan

Paul Ritter (1865–1921) was a Swiss diplomat in Meiji Japan. His preserved family letters offer a rare personal insight into diplomacy and everyday life in Yokohama, Tokyo, and Washington D.C.

This website is based on over 250 original family letters, photographs, and documents preserved in the Ritter family archive and is maintained in honour of Paul Ritter’s life and work.

歴史資料

ポール・リッターポール・リッター

明治日本のスイス外交官

ポール・リッター(1865–1921)は、明治日本で活躍したスイスの外交官でした。現存する家族書簡は、横浜、東京、そしてワシントンD.C.における外交と日常生活に、個人的で貴重なまなざしを与えてくれます。

本ウェブサイトは、リッター家に伝わる250点を超えるオリジナルの家族書簡、写真、文書にもとづいて構成されており、ポール・リッターの生涯と功績を伝えるために運営されています。

Paul Ritter (1865–1921), Swiss diplomat in Meiji Japan

Einordnung

Wer war Paul Ritter?

Nachdem Japan Mitte des 19. Jahrhunderts nach mehr als zwei Jahrhunderten weitgehender Abschliessung seine Häfen schrittweise öffnete, nahm auch die Schweiz 1864/65 offizielle Beziehungen mit Japan auf. Die frühen Kontakte waren stark vom Handel geprägt, besonders vom Import von Uhren und vom Export von Seidenwaren. In genau dieser Zeit begann Kintarō Hattori den Handel mit Schweizer Firmen in Yokohama und konzentrierte sich auf den Gross- und Einzelhandel mit importierten Schweizer Zeitmessern; später wurde daraus die weltbekannte Marke Seiko. Wenige Jahrzehnte später entsandte der Bundesrat den damals noch sehr jungen Paul Ritter nach Yokohama. Dort und später in Tokyo wurde er zu einer prägenden Figur der frühen Beziehungen zwischen der Schweiz und Japan. Seine Briefe, Bilder und Dokumente geben heute einen seltenen Einblick in diese Umbruchszeit.

Introduction

Who was Paul Ritter?

After Japan gradually opened its ports in the mid-nineteenth century following more than two centuries of relative seclusion, Switzerland also established official relations with Japan in 1864/65. Early contacts were shaped above all by trade, especially by the import of watches and the export of silk goods. At precisely this moment, Kintarō Hattori began trading with Swiss firms in Yokohama and focused on the wholesale and retail trade in imported Swiss timepieces; from this later emerged the world-famous Seiko brand. A few decades later, the Federal Council sent the still very young Paul Ritter to Yokohama. There, and later in Tokyo, he became an important figure in the early relations between Switzerland and Japan. His letters, photographs, and documents now offer a rare insight into this period of transformation.

導入

ポール・リッターとは誰か

日本が19世紀半ばに、二世紀以上にわたる大幅な対外的閉鎖ののち、港を段階的に開いたあと、スイスも1864/65年に日本との公式な関係を結びました。初期の交流は、とりわけ時計の輸入と絹製品の輸出によって強く形づくられていました。ちょうどその頃、服部金太郎は横浜でスイス商社との取引を始め、輸入されたスイス製時計の卸売と小売に力を注ぎました。のちに、ここから世界的に知られるセイコーが生まれます。その数十年後、連邦参事会は当時まだ非常に若かったポール・リッターを横浜へ派遣します。彼はそこで、そして後には東京で、スイスと日本の初期の関係を形づくる重要な人物となりました。今日のこされた彼の書簡、写真、文書は、この大きな転換期を知るための貴重な手がかりとなっています。

Group portrait of the Ritter family and staff of the Swiss Consulate General in Yokohama, 1905
Yokohama 1905 mit Paul und Louise Ritter, Max G. Ritter auf Paul Ritters Schoss sowie Angestellten des schweizerischen Generalkonsulats, darunter Koch, Rickshaw, weiterem Personal und Freunden mit ihren Kindern. Yokohama 1905 with Paul and Louise Ritter and Max G. Ritter on Paul Ritter’s lap, together with members of the Swiss consulate general household, including the cook, rickshaw staff, other personnel, and friends with their children. 1905年の横浜。ポールとルイーズ・リッター、ポール・リッターの膝に座るマックス・G・リッター、そしてスイス総領事館の関係者たち、料理人、リキシャ係、そのほかの使用人や友人、その子どもたちとともに撮影された集合写真。

Kontext

Zwischen Treaty-Port-System und persönlichen Kontakten

Die japanischen Vertragshäfen waren damals durch das sogenannte Treaty-Port-System geprägt. Ausländer lebten vor allem in eigenen Siedlungen, den sogenannten foreign settlements. Nähe und Distanz zwischen westlichen Diplomaten und der japanischen Bevölkerung waren also zu einem Teil schon durch das System vorgegeben und nicht einfach bloss eine persönliche Entscheidung.

Aus vielen erhaltenen Briefen lässt sich dennoch erkennen, dass Paul Ritter nicht nur in einem abgeschlossenen Europäerkreis lebte. Er lernte Japanisch, nahm Einladungen in japanische Häuser an, schrieb aufmerksam über Feste, Gärten und Sitten und hatte im Lauf der Jahre auch Kontakt zu japanischen Familien und zu Kreisen, die bis an den Hof reichten. Wer seine Zeit in Japan verstehen will, muss deshalb beides sehen: den engen Rahmen der Treaty-Port-Periode und die persönlichen Begegnungen, die innerhalb dieses Rahmens trotzdem möglich waren.

Context

Between the treaty-port system and personal contacts

Japan’s treaty ports were shaped by the so-called treaty-port system. Foreigners lived mainly in separate settlements, the so-called foreign settlements. Proximity and distance between Western diplomats and the Japanese population were therefore partly structured by the system itself and were not simply a matter of personal choice.

Yet many surviving letters show that Paul Ritter did not live only within a closed European circle. He learned Japanese, accepted invitations to Japanese homes, wrote attentively about festivals, gardens, and customs, and over the years also had contact with Japanese families and with circles that reached all the way to the court. To understand his years in Japan fairly, one has to see both sides at once: the narrow framework of the treaty-port period and the personal encounters that were still possible within that framework.

背景

条約港体制と個人的な交流のあいだで

当時の日本の条約港は、いわゆる条約港体制のもとにあり、外国人は主として外国人居留地に住むことが定められていました。したがって、西洋の外交官と日本の人びととの距離は、個人の性格だけではなく、制度そのものによっても形づくられていました。

それでも、残された多くの書簡からは、ポール・リッターが閉じた欧米人社会の中だけで生きていたわけではないことが分かります。彼は日本語を学び、日本人の家への招待を受け、祭りや庭園、習俗について注意深く書き残し、年月を重ねるなかで日本の家族や宮廷につながる人びととも接点を持ちました。彼の日本時代を理解するには、条約港時代の制度的な制約と、その中でなお可能だった個人的な交流の両方を見る必要があります。

Werdegang

Paul Ritter (1865-1921)

Dr. Paul Ritter, der erste in Tokyo residierende schweizerische Gesandte, wurde 1865 in Basel geboren, wo sein Vater das damalige Hotel "Schiff" besass. Er studierte Rechtswissenschaft an den Universitäten von Basel, Göttingen, Jena, Leipzig und Paris. Sein besonderes Interesse galt der Wirtschaftspolitik. Mit 26 Jahren trat er in den Dienst des Departements des Auswärtigen (wie damals das Politische Departement in Bern noch hiess), und bereits nach einem Jahr wurde er vom Attaché zum Legationssekretär befördert. Er wechselte in den Konsulardienst über, und 1892 wurde ihm die Leitung des neuen Berufskonsulats in Yokohama anvertraut, zunächst als Vizekonsul, ab 1895 als Generalkonsul. Mit nur 27 Jahren gehörte Paul Ritter damit zu den jüngsten Schweizer Konsuln überhaupt, die der Bundesrat jemals entsandte; diese frühe Berufung zählt zu seinen bemerkenswertesten frühen Karriereschritten. Er setzte sich energisch für die Entwicklung des Handels der Schweiz mit der neuen Grossmacht des fernen Ostens ein und kümmerte sich auch sonst um die Interessen der sehr regen Schweizerkolonie in Japan. Amtliche Missionen führten ihn dazwischen nach Korea, Indochina und Russisch-Asien. Seine vielseitige Tätigkeit erforderte schliesslich seine Uebersiedelung an den Brennpunkt des Geschehens nach Tokyo und die dortige Errichtung einer eigenen diplomatischen Vertretung. Im Jahr 1906 wurde er zum Ministerresidenten, kurz darauf zum bevollmächtigten Gesandten ernannt.

Ritters Ruf als Förderer des schweizerischen Aussenhandels liess es dem Bundesrat angezeigt erscheinen, ihn 1909 auf den wichtigen Posten von Washington zu versetzen.

Die spätere Affäre von 1917 wurde in der öffentlichen Darstellung lange so erzählt, als habe Ritter allein und eigenmächtig gehandelt. Die überlieferten Dokumente zeigen jedoch, dass Bern in den Vorgang einbezogen war und dass Bundesrat Arthur Hoffmann die Verantwortung später weitgehend auf Ritter verlagerte.

Quelle: Schweizerisch-Japanische Gesellschaft (Hg., 1975): Schweiz-Japan: Beiträge zu ihren Beziehungen, (Thalwil): Schweizerisch-Japanische Gesellschaft, S. 42f. M. Hürlimann.

Career

Paul Ritter (1865–1921)

Dr Paul Ritter, the first Swiss envoy resident in Tokyo, was born in Basel in 1865, where his father owned the then Hotel "Schiff". He studied law at the universities of Basel, Göttingen, Jena, Leipzig, and Paris. His particular interest lay in economic policy. At the age of 26 he entered the Department of Foreign Affairs (as the Political Department in Bern was then still called), and after only one year he was promoted from attaché to secretary of legation. He then moved into the consular service, and in 1892 he was entrusted with the leadership of the new professional consulate in Yokohama, first as vice consul and, from 1895 onward, as consul general. At only 27 years of age, Ritter was thus among the youngest Swiss consuls ever dispatched by the Federal Council, and this early appointment ranks among the most remarkable early steps of his career. He worked energetically for the development of Swiss trade with the new great power of the Far East and also looked after the interests of the very active Swiss colony in Japan. Official missions also took him to Korea, Indochina, and Russian Asia. The wide range of his duties eventually required his move to Tokyo, the centre of events, and the establishment of a separate diplomatic representation there. In 1906 he was appointed minister resident and shortly afterwards plenipotentiary envoy.

Ritter’s reputation as a promoter of Swiss foreign trade led the Federal Council to consider it advisable to transfer him in 1909 to the important post in Washington.

The later affair of 1917 was long presented as if Ritter had acted entirely on his own authority. The surviving documents, however, show that Bern was involved in the process and that Federal Councillor Arthur Hoffmann later shifted much of the responsibility onto Ritter.

Source: Schweizerisch-Japanische Gesellschaft (ed., 1975): Schweiz-Japan: Beiträge zu ihren Beziehungen, (Thalwil): Schweizerisch-Japanische Gesellschaft, pp. 42f. M. Hürlimann.

経歴

ポール・リッター(1865–1921)

東京に駐在した最初のスイス公使であるポール・リッター博士は、1865年にバーゼルで生まれました。父は当時の「ホテル・シフ」の所有者でした。彼はバーゼル、ゲッティンゲン、イェーナ、ライプツィヒ、パリの各大学で法学を学び、とりわけ経済政策に強い関心を持っていました。26歳で外務部門(当時ベルンでは政治部門と呼ばれていた)に入り、わずか1年後にはアタッシェから公使館書記官へ昇進しました。その後、領事業務に移り、1892年には横浜の新しい職業領事館の長に任命され、まず副領事、1895年からは総領事を務めました。わずか27歳にして、彼は連邦参事会が派遣したスイス領事のなかでも最年少級に属し、この早い任命は彼の経歴のなかでも特に注目すべき初期の飛躍でした。彼は極東の新興大国とのスイス貿易の発展のために精力的に尽くし、同時に日本の非常に活発なスイス人社会の利益にも配慮しました。公務によって朝鮮、インドシナ、ロシア領アジアにも赴いています。その多面的な活動は、やがて彼を出来事の中心である東京へ移らせ、そこに独自の外交代表部を設けることを必要としました。1906年、彼は駐在公使に任命され、その後まもなく全権公使となりました。

スイスの対外貿易を推進した人物としての評価により、連邦参事会は1909年に彼をワシントンの重要な職へ転じさせるのが適切であると判断しました。

その後の1917年の事件は、長いあいだ、まるでリッターが単独で独断的に行動したかのように語られてきました。しかし、残された文書は、ベルンがこの過程に関与していたこと、そして連邦参事アーサー・ホフマンが後に責任の大部分をリッターに転嫁したことを示しています。

出典:Schweizerisch-Japanische Gesellschaft (Hg., 1975): Schweiz-Japan: Beiträge zu ihren Beziehungen, (Thalwil): Schweizerisch-Japanische Gesellschaft, 42–43頁. M. Hürlimann.

Die Schweizer Gesandtschaft in Tokyo

Ein neuer diplomatischer Sitz in der Hauptstadt

1906 erhielt die Schweiz in Tokyo eine eigene diplomatische Vertretung. Nach vierzehn Jahren im Konsulardienst in Yokohama wurde Paul Ritter ihr erster in Tokyo residierender schweizerischer Gesandter. Damit begann ein neuer Abschnitt der schweizerisch-japanischen Beziehungen: Aus der konsularischen Präsenz in Yokohama wurde eine ständige diplomatische Mission in der japanischen Hauptstadt.

Die hier gezeigten Familienbilder dokumentieren diesen frühen Sitz der schweizerischen Vertretung: links eine Ansicht der Swiss Legation, Tokyo 1908, darunter eine Postkarte Légation de Suisse, Tokyo vom 30. Oktober 1907.

The Swiss Legation in Tokyo

A new diplomatic seat in the capital

In 1906 Switzerland established its own diplomatic representation in Tokyo. After fourteen years in the consular service in Yokohama, Paul Ritter became its first Swiss envoy resident in Tokyo. This marked a new chapter in Swiss-Japanese relations: the consular presence in Yokohama gave way to a permanent diplomatic mission in the Japanese capital.

The family images shown here document this early seat of the Swiss representation: at left a view of the Swiss Legation, Tokyo 1908, and beneath it a postcard Légation de Suisse, Tokyo dated 30 October 1907.

東京のスイス公使館

首都に設けられた新しい外交拠点

1906年、スイスは東京に独自の外交代表部を設けました。横浜で14年間領事業務に携わったのち、ポール・リッターは東京に常駐する最初のスイス公使となりました。これはスイスと日本の関係における新たな段階の始まりであり、横浜の領事館体制から、日本の首都に置かれた恒常的な外交使節団へと移行したことを意味します。

ここに掲載した家族所蔵の図像は、その初期のスイス代表部の姿を伝えるものです。左は Swiss Legation, Tokyo 1908 の景観画、その下は1907年10月30日付の絵葉書 Légation de Suisse, Tokyo です。

Watercolour of the Swiss Legation in Tokyo, around 1908
Swiss Legation, Tokyo 1908 Swiss Legation, Tokyo 1908 スイス公使館・東京、1908年
Postcard of the Swiss Legation in Tokyo dated 30 October 1907
Postkarte: Légation de Suisse, Tokyo, 30. Oktober 1907 Postcard: Légation de Suisse, Tokyo, 30 October 1907 絵葉書:Légation de Suisse, Tokyo、1907年10月30日

Quellenkontext

Paul Ritter und seine Einstellung zu Kriegen

Paul Ritter verabscheute Gewalt und militärische Begeisterung. Seine Briefe aus dem Jahr 1894 zeigen, wie sehr ihn die Stimmung im damaligen Japan beschäftigte. Bereits am 13. August 1894 schrieb er, man höre «nur vom Krieg, immer vom Krieg», und am 17. November 1894 hielt er fest: «Wenn dieser Krieg zu Ende sein wird, so wird ganz Japan den Grössenwahnsinn bekommen.» (Gemeint ist der Erste Japanisch-Chinesische Krieg von 1894/95.) Darin zeigt sich seine deutliche Distanz zu Euphorie, Gewalt und Militarismus.

Es wäre falsch, aus diesen privaten Briefen an seine Eltern und aus vereinzelten kritischen Bemerkungen im Zusammenhang mit dem Krieg Paul Ritters generelle Sicht auf Japan oder auf die Japaner ableiten zu wollen. Viele der rund 250 erhaltenen Briefe und Postkarten zeigen ein breiteres Bild. Schon 1892 schrieb Ritter, dass er «langsam Fortschritte im Japanischen» mache, und schilderte ein japanisches Essen, das Ausziehen der Schuhe, die Matten, den Tee und die Speisenfolge mit grosser Aufmerksamkeit. Noch 1909 beschrieb er ein letztes Fest am kaiserlichen Hof als etwas, «wie man es feenhaft schöner sich gar nicht vorstellen kann». Im selben Abschiedsbrief hielt er zudem fest: «Der Abschied von Japan ist mir unter solchen Umständen besonders schwer geworden.» Wer Paul Ritter gerecht verstehen will, muss deshalb die Gesamtheit seiner Briefe lesen.

Source context

Paul Ritter and his attitude toward war

Paul Ritter abhorred violence and military enthusiasm. His letters from 1894 show how deeply the mood in Japan affected him. As early as 13 August 1894 he wrote that one heard «only of war, always of war», and on 17 November 1894 he noted: «When this war is over, all Japan will fall into delusions of grandeur.» (He was referring to the First Sino-Japanese War of 1894–95.) These words show his clear distance from euphoria, violence, and militarism.

It would be wrong to derive Paul Ritter's general view of Japan or of the Japanese from these private letters to his parents and from a few isolated critical remarks made in connection with the war. Many of the roughly 250 surviving letters and postcards show a broader picture. As early as 1892 he wrote that he was «slowly making progress in Japanese» and described a Japanese dinner, the custom of removing one's shoes, the mats, the tea, and the sequence of dishes with great attentiveness. Even in 1909 he described a final celebration at the imperial court as something «more enchantingly beautiful than one could possibly imagine». In the same farewell letter he also wrote that leaving Japan had become «particularly difficult» for him under those circumstances. To understand Paul Ritter fairly, one must therefore read the totality of his letters.

史料の背景

ポール・リッターと戦争に対する姿勢

ポール・リッターは暴力と軍事的熱狂を嫌っていました。1894年の書簡からは、当時の日本の空気が彼にどれほど強い印象を与えていたかがうかがえます。1894年8月13日にはすでに「戦争のことばかり、いつも戦争だ」と書き、11月17日には「この戦争が終われば、日本全体が誇大妄想にとりつかれるだろう」と記しています。(ここでいう戦争とは、1894/95年の日清戦争のことです。)こうした言葉からは、熱狂、暴力、軍国主義に対する彼の明確な距離感が読み取れます。

両親に宛てたこれらの私的書簡や、戦争に関連するいくつかの批判的な発言だけから、ポール・リッターの日本観や日本人観全体を導き出すのは適切ではありません。現存するおよそ250通の書簡と葉書は、より広い像を示しています。1892年にはすでに、彼は「日本語が少しずつ上達している」と書き、日本の会食、靴を脱ぐ習慣、畳、茶、料理の順序を細やかな注意をもって描写していました。1909年にもなお、宮廷での最後の祝宴を「妖精の国のように、これ以上美しいものは想像できない」と記しています。さらに同じ別れの書簡のなかで、日本を去ることが「とりわけ辛いものになった」とも記しています。ポール・リッターを公平に理解するには、彼の書簡全体を読む必要があります。

Familienbriefe aus Meiji-Japan

Originale Briefe aus Yokohama und Tokyo

Paul Ritter gehörte zu den Menschen, die gerne viele Briefe schrieben. Dieses Privatarchiv befindet sich im Besitz der Erben von Paul Ritter; die Briefe sind noch nie veröffentlicht worden und bedürfen für eine Publikation der besonderen Genehmigung der Familie. Ausnahmsweise und zu Ehren von Paul Ritter finden sich auf dieser Homepage einige ausgewählte Familienbriefe, anhand derer sich Paul Ritter, seine Zeit und sein Blick auf Japan besonders gut nachvollziehen lassen. Die vier ausgewählten Hinweise unten führen direkt zu den kommentierten Briefen im Archiv.

Family letters from Meiji Japan

Original letters from Yokohama and Tokyo

Paul Ritter was someone who liked to write many letters. This private archive remains in the possession of Paul Ritter's heirs; the letters have never been published and require the family's special permission for publication. Exceptionally, and in honour of Paul Ritter, a small selection of family letters is presented on this website, offering direct insight into Paul Ritter, his time, and his view of Japan. The four selected entries below lead directly to the annotated letters in the archive.

明治日本の家族書簡

横浜と東京からのオリジナル書簡

ポール・リッターは多くの手紙を書くことを好んだ人物でした。この私的書簡アーカイブはポール・リッターの子孫が所蔵しており、書簡はこれまで一度も公表されておらず、出版には家族の特別な許可を要します。ポール・リッターに敬意を表し、このホームページでは例外的に選ばれた家族書簡を紹介しており、それによって彼と当時の時代背景、そして日本へのまなざしをよりよく理解することができます。下の四つの項目から注釈付きの書簡へ直接移動できます。

Paul Ritter writing a letter in Japan
Handwritten family letter from the Swiss consulate in Yokohama